Dies sind Makromoleküle, die aus zwei oder mehr verschiedenartigen Monomereinheiten legiert sind. In diesen Polymeren können Monomergruppen statistisch verteilt sein oder in Form von Segmenten oder Blöcken – Segment- oder Block-Copolymere. Damit lässt sich der Kristallinitätsgrad und die Struktur des Faserstoffs verändern. Dies bedeutet meist ein Absinken des Schmelzpunktes, oft auch der Festigkeit und Anstieg der Löslichkeit. Im Vliesstoffbereich finden sich klassisch das Copolyester und das Copolyamid. Hieraus können Klebevliese und –netze sowie Beschichtungen hergestellt werden, um z. B. Textilien untereinander oder mit anderen Werkstoffen wie Metall, Holz, Kunststoff zu verbinden. Zwischen beiden Varianten besteht ein Unterschied im Temperaturbereich und in der Viskosität. Copolyamide werden bei niedrigen Temperaturen verarbeitet. Da beim Recycling oft Sortenreinheit gefordert wird und viele Textilien aus Polyester bestehen, sind Copolyester in diesem Einsatzgebiet zu finden. Copolymere sind thermoplastisch. Durch geeignete Legierungen können sie auch thermoelastisch hergestellt werden, was die Einsatzbereiche erweitert.