Bikomponentenfasern sind Faserkonstruktionen, die im Kern und im Mantel zwei Komponenten aus unterschiedlichen Rohstoffen enthalten. Die Komponenten haben unterschiedliche Eigenschaften, wie z. B. unterschiedliche Erweichungs- und Schmelztemperaturen. Wird auf einen inneren Faserkern mit hoher Schmelztemperatur ein Mantel mit niedriger Schmelztemperatur aufgebracht wie bspw. PES/PP, so schmilzt bei Thermoprozessen nur der Mantel und bildet Bindepunkte zwischen Fasern und anderen Beimischungen. Das können Kern-Polymerfasern mit Viskosefasern sein oder andere Faserstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie PLA (Polymilchsäure). Damit lassen sich vielfältige thermobondierte Vliesstoffe herstellen, die dann zum Recycling wieder thermisch getrennt werden können.